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Unterwegs in den Ausläufern der Sahel-Zone - der kunterbunte und aufregende Norden Kameruns als meditatives Fotoalbum für den Alltag
9.4.2012 von admin.
Komplett verschleierte Frauen handeln wöchentlich neben barbusigen und halbnackten Bergvölkern, neben Völkern mit die Stammeszugehörigkeit kennzeichnenden komplett vernarbten Gesichtern, neben Frauen die eine einem Helm ähnelnde skurrile rote Kopfbedeckung tragen auf den staubigen Märkten von Pouss, Tourou und Mokolo ihre Waren. Vielfältigkeit prägt das Geschehen. Trotz schwierigster Lebensumstände, ausufernder Trockenheit und einer suboptimalen makropolitischen Lage, lebt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ein Horizont erweiternder persönlicher Erlebnisbericht.
Wo geht euer nächster Urlaub hin? Schon eine neue Urlaubsdestination du Weltenbummler? Warum werde ich eigentlich immer wieder – voller Hoffnung auf eine möglichst exotische Antwort – auf die nächste Horizont erweiternde Reise angesprochen? Wenn der Horizont der Fragenden empfindlich überschritten wird, ernte ich ohnehin ein verständnisloses Achselzucken. Das Zucken der Achseln rührt wahrscheinlich auch daher, dass den Wenigsten beim vernehmen der ausgesprochenen aneinander gereihten Wunschdestinationen – beginnend mit dem Tschad als Ausgangsbasis für eine ausgedehnte Tour durch den Norden Kameruns – ein angenehmes – normalerweise bei Gedanken an Urlaub an Südseestränden denkend - Lächeln das Gesicht aufhellt.
Der Tschad ist in Österreich gar nicht so unbekannt. Vor allem in militärischen Kreisen dürfte der bzw. die Eine oder Andere schon mal dort gewesen sein. Anfang 2008 entsendete Österreich aufgrund eines EUFOR-Mandats mehr als 160 Soldaten in den Tschad und half dabei vertriebenen Zivilisten vor allem im Osten des Landes vor Übergriffen von Rebellen zu schützen. Ganze eineinhalb Jahre schützten Österreicher sudanesische Flüchtlinge der Dafur-Region.
Für uns war der Tschad und damit unweigerlich die exakt an der Grenze zu Kamerun gelegene Hauptstadt N’Djamena aus rein strategischen Gründen die Ausgangsbasis. Es gestaltet sich einfacher von dort in den Norden Kameruns zu gelangen, als den Umweg über den besser mit internationalen Fluglinien verknüpften Süden. Erleichtert wurde die Entscheidung im Tschad zu landen auch von der Tatsache, dass mit Norbert Stede ein rühriger Deutscher die Fahne der Zuverlässigkeit im Norden Kameruns hoch hält und uns seinen verlässlichen Fahrer Salli zum Flughafen nach N’Djamena schickte.
Von dort ging die Reise los. Grenzkontrollen, die Stunden dauern. Fotographieverbot im Tschad. Wir sehen unverhältnismäßig viele neue Geländewagen, welche eindeutig der Vielzahl an internationalen Organisationen geschuldet sind – die Mitarbeiter leben zumeist ein abgeschottetes Leben, was N’Djamena auch zu einer der teuersten Städte weltweit für ausländische Arbeitskräfte macht. Netter Empfang in Kamerun – der Grenzpolizist lächelt und lässt uns nach kurzer Musterung passieren. Es staubt, es staubt ganz fürchterlich und man wird ordentlich durgeschüttelt. Die Straßen sind in einem meist desaströsem Zustand. Man wünscht sich eine kompakte Sandpiste anstatt des einem Schweizer Käse ähnelndem Straßenbelag. Hier sind wir also nun – so sieht der Norden Kameruns aus. So sieht also die Gegend aus, von der Einem die österreichische Aussenhandelsstelle in Abuja (Nigeria) abrät sie zu besuchen.
Wir verbringen fast zwei Wochen hier im Norden. Die wenigen dieser Region gewidmeten Seiten des Reiseführers versprechen einzigartige Landschaften, tolle Märkte, die besten Nationalparks Westafrikas und eine Fülle an interessanten Völkern. Touristen lassen sich, ob der wenig entwickelten Infrastruktur vom Versprechen in Kamerun ‘all of Africa’ zu finden, bisher noch komfortabel abzählen. An zwei Händen in zwei Wochen.
Bevor wir in die kulturellen Untiefen abtauchen wollen wir ein paar Tiere sehen. Der Kalamaloué Nationalpark und der Waza-Nationalpark versprechen eine großartige Flora und Fauna. Wir gehen auf Tuchfühlung mit einer riesigen Elefantenherde, sehen Giraffenfamilien, seltene Vögel und auch sonst viele interessante Tiere, die man so nicht mehr oft in freier Wildbahn findet in Westafrika. Die etwas angestaubten Unterkünfte lassen uns die Aufbruchsstimmung vergangener Zeiten vermuten. So begeistert, ob der großen Elefantenherde, erfahren wir mit großem Entsetzen noch während unserer Reise, dass im unweit entfernten Bouba-Ndjida-Nationalpark eine über 200 Elefanten zählende Herde komplett ausgelöscht wurde. Nur weil die vor allem von chinesischen Händlern generierte Nachfrage nach Elfenbein tschadische Rebellen dazu veranlasst die Dickhäuter zu töten, um so militärisch mächtig aufrüsten zu können. Traurigkeit und fassungsloses Erschüttern.
Wir fahren weiter südlich und erreichen schließlich – nachdem wir einen halben Tag damit verbracht haben ein Leck der Lüftung immerzu mit Seife und Sand zu kleben bzw. mit Wasser von den oft unweit der Straße befindlichen Gemeindebrunnen zu versorgen – Maroua. Die Stadt Maroua ist neben Garoua die größte Stadt im Norden Kameruns und wird vom local Norbert Stede als ‘anno dazumal die erste Oase nach der Wüste’ bezeichnet. Herr Stede muss es wissen, immerhin hat er schon vor 30 Jahren seine Zelte hier im Norden Kameruns aufgeschlagen. Gestrandet nach erfolgreichem und damals noch profitablem Autotransport von Deutschland nach Kamerun – eben quer durch die Wüste, fündig geworden auf der Suche nach einer die Zivilisation versprechenden ‘Oase’. Mittlerweile hat er etwas mehr ‚Oase‘ bzw. westliche Lebensqualität für Maroua kreiert und stellt mit dem angeschlossenen Restaurant seiner Unterkunft den lukullischen Treffpunkt der Sonderklasse im Umkreis von mehreren hundert Kilometern.
In den Städten des Nordens hält es uns jedoch nicht lange. Die Faszination der bunten Märkte treibt uns an zuerst nach Pouss erneut an die kamerunisch-tschadische Grenze zu fahren. Dort erleben wir neben den umliegenden faszinierenden, immer noch aktiven, zwischen Bevölkerung und Regierungsstellen vermittelnden ‚Chefferien‘, vor allem auch eine mehr als interessante Fischergemeinde beheimatet inmitten des Maga-Sees. Auf dem Markt von Pouss dominieren die unterschiedlichsten Farben der Gewänder, die Gerüche von getrocknetem Fisch vermischt mit der fettigen Würze der typisch für die Region herausgebackenen Teigbällchen. Die dazugehörige sengende Hitze treibt uns den Schweiß ins Gesicht und komplettiert den staubigen Besuch der in der trockenen Landschaft nestelnden Dörfer.
Weiter geht es in den nächsten Tagen – vorbei an unzähligen Kindergruppen, die immerzu aus ihren Hütten vom unaufgeregten Tagesgeschehen ablassen, nur um auf unser Auto zuzulaufen und uns ein herzlich berührendes ‚un cadeau, un cadeau‘ (ein Geschenk, ein Geschenk) zuzurufen - zum Markt von Tourou und in die – man kann es gar nicht oft genug als solche beschreiben – weltentrückte Landschaft rund um Rhumsiki. Die in dieser Gegend typischen, einfachen Lehmhütten und deren von der Trockenheit gezeichneten Bewohner zeigen sich wenig beeindruckt von den aus Vulkanaktivität übrig gebliebenen monumentalen Basaltformationen. Wir stehen fasziniert davor – vor allem am zweiten Tag. Der erste Tag ist vom starken Harmattan – dem afrikanischen Landwind, der große Mengen Saharasand auf den Atlantik hinaus bläst – geprägt und lässt einen ungetrübten Blick auf die Mondlandschaft nicht zu. Ein willkommener Tag im nachheinein. Wir werden von Kindern zur lokalen Grundschule geführt und sehen wie Kinder auf selbstgemachten winzigen Lehmziegeln ohne Tische sitzen müssen, wir sprechen mit dem ersten Einwohner des frankophonen Nordens in gutem Englisch und erfahren viele interessante Details über den aktuellen seit 32 Jahren regierenden Präsidenten und die natürlich auch in Kamerun allgegenwärtig ausufernde Korruption.
Erschüttern kann uns ja nicht mehr viel, haben wir doch in den Tagen zuvor bereits erfahren, dass die meisten Frauen in der Trockenzeit von November bis April nahezu den ganzen Tag damit verbringen bis zu 13 Kilometer zur nächsten Wasserstelle zu gehen, nur um dort dem Wasser den ganzen Tag beim heraus tröpfeln zuzusehen. Für einige Familien stellt dies eine logistische Herausforderung dar. So auch mit Sicherheit für den ‚Chef‘ Mouzougo Daouka von Oudjilla, der über 50 Frauen sein wahrhaftiges Eigen nennt und in fortgeführter Familientradition schon über 400 Jahre über die Ansiedlung auf dem Podoko-Hügel wacht. Er selbst hat laut Angaben seines Sohnes und potenziellen Nachfolgers Oumar Daouka stattliche 113 Kinder gezeugt und ist selbst 103 Jahre alt. Was für ein Mann wäre man in einer Stammtischrunde geneigt zu sagen, würde man nicht wissen, dass die Frauen ein sehr tristes Dasein fristen und selbst das unsrige Mittelalter hier noch als unrealistisches Zukunftsmodell scheint.
Wir wollen jedoch die lokal typischen Kulturen nicht in Frage stellen – das haben ohnehin die um die lokale Gunst ritternden Kolonialmächte zur Genüge getan und über alle Stammestraditionen hinweg Strukturen geschaffen und Grenzen gezogen mit denen so manche Regierung heute noch überfordert ist. Wir wollen hinaus, dort hinaus wo die Menschen leben, die man so nur aus faszinierenden TV-Dokumentationen kennt. Hinaus in die Abgelegenheit. Dort hinaus, wo eben nicht ein Jeder hinkommen kann und auch nicht ein Jeder hin will. Die Faszination des für uns so besonderen einfachen Leben einiger weniger Bergvölker an der Grenze zu Nigeria beobachten zu dürfen und bestenfalls kurz ein kleiner Teil davon zu werden, ist zweifellos auch unserer fortschrittlichen immer nach dem nächsten Highlight gierenden Gesellschaft bzw. der oftmals aufkeimenden Sehnsucht nach Simplifizierung zu danken. Auch wir freuen uns besonders darauf für einige Tage komplett von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Eine typisches Reaktion der eventuell zu viel an unserer ständig mit Informationen überladenen Gesellschaft Partizipierenden.
Die Tage beginnen friedlicher in den Alantika-Bergen – davon bzw. über die Region steht nicht ein Wort im Reiseführer – wahrscheinlich auch deswegen. Die Frauen tragen noch den Hauch von Nichts und leben auch sonst so traditionell, wie es der Rückzug in den Bergen verlangt und erlaubt. Animistisch würden es die Einen bezeichnen, gnadenlos rückständig die Anderen. Die Tage und vor allem auch die Nächte lassen uns der Tiefenentspannung nahe kommen. Wir begegnen großer Freundlichkeit und Zufriedenheit mit sehr knappen Ressourcen. Wir haben hier oben binnen kurzer Zeit vergessen, dass wir uns noch vor ein paar Tagen bei der Anreise einige graue Haare geholt haben, als wir einen kompletten Tag neben der Straße auf ein Ersatzteil wartend verbrachten.. Aber hier geht es nicht um vergessen, es geht darum die einzigartigen Momente für immer festzuhalten und damit später den Alltag zu kolorieren – ein Fotoalbum fürs Gehirn soll es werden, gespeicherte Momentaufnahmen, die meditative Aufgaben erfüllen. Eine Bildbeschreibung unter einer solchen gedanklich höchst wertvollen Szene könnte lauten: ‚Als wir mit einem Ernte-Dank-Fest aufgeweckt wurden, wo alle Damen des nahen Dorfes stimmungsvoll und vom frühmorgendlichen Genuss des selbst gebrauten Biers berauscht im Kreis zu Trommelklängen tanzend die Sonne über unserem Zelt unvergesslich aufgehen ließen‘.
Übernachtung in Maroua:
Relais Porte Mayo (22 Zimmer)
Sehr gute Unterkunft für die Region, sehr sauber und ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Das Highlight schlechthin ist allerdings das angeschlossene Restaurant, das zweifellos seines Gleichen sucht in der Region. Wir können nicht sagen, dass wir in Kamerun irgendwo besser gegessen haben. Nicht ganz billig, aber jeden CFA wert.
Norbert Stede: +237-99855047 / portemayo@yahoo.fre, norbertstede@yahoo.fr
(weitere sehr gute Empfehlungen werden uneigennützig gerne von Norbert Stede gegeben)
Auch:
SINTOURDIA (Syndicat d’Initiative de Tourisme du Diamaré)
B.P. 112 Maroua, Extrême-Nord, Cameroun
E-mail: sintourdia@yahoo.fr
Tel.: Nadège Salli: +237-76395612, Norbert Stede: +237-99855047
Fax: +237-22.29.29.85
Skype: sintourdia
Das Büro SINTOURDIA befindet sich in Maroua (Stadtteil Pitoiré) auf dem Gelände der Stadtverwaltung Marouas.
Reiseführer verwendet: CAMEROON / BRADT TRAVEL GUIDE – Edition 3 (sehr gut für diese Region, wenn auch auf ein Minimum an Informationen begrenzt)
Mehr Bilder:
(Copyright für alle Bilder und Text - Christian N.)
Geschrieben in Tschad, Kamerun | Drucken | Keine Kommentare »
Die wandernden Dünen der Vergangenheit
26.1.2012 von admin.
AMMAN/PETRA/WADI RUM - Es gibt wohl wenige Orte dieser Welt an denen die Zukunft der Vergangenheit besser gesehen werden kann, als in der Wüste Wadi Rum. In früheren Zeiten mussten die afrikanischen und arabischen Handelskarawanen die Wüste durchqueren, ehe man in Petra - der ehemaligen Hauptstadt der Nabatäer - die Vorräte wieder auffüllen konnte. Heute durchqueren vor allem Touristen die Wüste - der versierte Bedouine weiß mittlerweile auch, an welchen Stellen der Wüste der Handyempfang gut genug ist, um Facebook abzurufen. Die Landschaft blieb davon bisher unbeeindruckt eindrucksvoll.
AMMAN - Ein Summen und ein darauffolgendes Wischen stört die Autoheizung bei ihrem beharrlich geräuschvollen Kraftakt das Mietauto aufzuwäremen. Draußen ist es ungemütlich, es regnet und die Stadt liegt in dichtem Nebel. Nur weil wir noch stark übermüdet von einer sehr kalten Nacht in einer ungeheizten Wohnung im Zentrums Amman die Augen nicht ordentlich aufbekommen, starren wir ungläubig, jedoch ohne die üblichen Schimpftiraden eines auf gutes Wetter vertrauenden Reisenden, aus den beschlagenen Fenstern unseres Kia Picanto. Wir sind zu sehr mit uns selbst beschäftigt, als der kalten Tatsache ins Auge blicken zu wollen, dass im Mittleren Osten eben nicht immer die gelbe Scheibe mit ganzer Kraft vom Himmel lacht.
Joe Younes ist dabei. Genauso, wie immer mehr Reisende bzw. Menschen, die an kulturellem Austausch, der über die ausgeschmückten Beschreibungen in den Reiseführern dieser Welt hinausgeht, interessiert sind. Joe ist bei einem Internetportal registriert, dass es ermöglicht seine ‚Couch’ bzw. sein Bett oder eben - wie in unserem Fall -auch nur Matratzen auf kaltem Boden anderen gleichgesinnten ‚Couchsurfern’ gratis anzubieten. Ob der immer größeren Anzahl an aktiven ‚Couchsurfern’ und der damit verbundenen zurückgehenden Buchungen, soll laut Joe die Hoteliersvereinigung von Jordanien bereits offiziell Ihren Protest bei der Regierung bekundet bzw. den Wunsch offen dar gelegt haben die Online-Plattform zu sperren.
Wir machen uns auf jeden Fall auf - das Kreuz ächzt und die Wärme kommt nur langsam in unsere Körper zurück - Jordanien mit dem Mietwagen zu erkunden. Wir haben in ‚Pici’ genannt - immerhin stärkt eine persönliche Bindung zu Gebrauchsgegenständen die Identifikation und erwießernermaßen dadurch das Verständnis für etwaige Gebrechen. Wir haben fünf volle Tage Zeit und die Reiseführer schreiben uns ein straffes Programm vor, wollen wir so viel wie möglich von diesem - zum heutigen Zeitpunkt nicht gerade umgeben von dauerhaft friedvollen und international aufgrund ihrer einwandfreien Sicherheitslage bekannten Nachbarländer - faszinierenden Land sehen.
Unser Weg führt uns über die für Ihre tollen Mosaike bekannte Stadt Madaba ans Tote Meer. Hinaus aus dem in Wolken gehüllte Amman in die Berge und hinunter zum tiefsten an Land gelegenen Punkt unserer Erde. Der durch unzählige Berge an das Messen der Höhe über Meeresspiegel trainierte Höhenmesser spielt verrückt. Er zeigt uns an wir befinden uns auf -410m. Wir haben unser Ziel demnach laut Reiseführer erreicht - eine salzige Lacke mit Blick auf Israel - hier in der Nähe ist also der Ursprung von drei der bedeutensten Weltreligionen. Ein wahrlich weltfremder Ort. Es bedarf einiges an Fantasie, um sich hier wohlzufühlen - das dachte sich wohl auch Jesus, als ihm als jüdischer Wanderprediger in dieser Gegend langweilig wurde und er sich aufmachte hier eine größere Bewegung anzuzetteln, die bis heute nachwirkt. Was für ein Mann.
Das mit dem Wein aus Wasser könnte im salzigsten Gewässer unseres Planeten schwierig werden - die Geschichte mit ‚über Wasser gehen’ wird jedoch hier durchaus mit selbst gefühlten Argumenten genährt. Man schwebt durchs Wasser, wenn man sich überwunden hat im Amman Beach den völlig überteuerten Eintrittspreis zu entrichten. Völlig unchristliche 16 JD (ca. 17 Euro) werden hier für den etwas anderen Badespaß verlangt.
Weiter geht es über Stock und Stein, vorbei an Schafhirten, Schneeresten, durch kleine Dörfer den Kings Highway entlang. Die Nacht ist angebrochen und ‚Pici’ gibt sein bestes uns sicher den Weg nach Petra auszuleuchten. Wir wollen genau dort eine längere Rast machen, wo sich zwischen dem 5. Jh. vor Christus und dem 3. Jh. nach Christus die Karawanenwege kreuzten und der Knotenpunkt der sogenannten Weihrauchstraße war. Wir wollen nach Petra - der immer noch einzigartig im sanften Abendlicht rosa schimmernden Oasenstadt der Nabatäer. Seit kurzem ist das einzigartige Vermächtnis nabatäischer Baukultur, bedingungslos dem Massentourismus ausgeliefert, hat man doch immerhin das Rennen gemacht bei der Auswahl der ‚7 New Wonders of the World’. Dementsprechend ist auch der Eintrittspreis explodiert in den letzten Jahren. Ein Einmaliger Besuch schlägt mittlerweile mit ca. 55 Euro zu Buche - ein stolzer Preis, bei dem wohl zu vorchristlichen Zeiten so manche Karawane lieber noch ein paar Kilometer auf frische Verpflegung verzichtet hätte.
Die Magie einer längst vergangenen Zeit, verkörpert durch langsam verfallende Steinbauten, ist in Petra so präsent, wie sonst wohl nur in den von verblassten Hochkulturen gebauten weltberühmten Stätten Angkor Wat und Macchu Picchu. Steigt man auf einem schmalen Pfad - ständig die opulenten in den Stein gehauenen Grabmäler, Wohnhäuser und Theater überblickend - zum großen Opferplatz hoch über der weit verzweigten Felsenstadt auf, kann man erst die Größe dieser hier vor so langer Zeit lebenden Zivilisation erahnen. Man erschaudert beim Gedanken daran, wie das Leben hier ablief. Man ertappt sich dabei 2000 Jahre zurückzudenken und sich vorzustellen, wie anders das Leben doch war in einer vergangenen Zeit, die erdgeschichtlich die unweit davon gelegene Wüste Wadi Rum nur ein müdes Lächeln kostet. Der Abbau der Glückshormone wird auch durch die Konsumation einer ‚Nargileh’ nicht beschleunigt - ganz im Gegenteil - der gesellschaftliche Treffpunkt nach Sonnenuntergang heutzutage sind die Kaffees in denen Wasserpfeifen geraucht werden und Karten gespielt wird. Eben nicht viel anders, als bei uns - doch - die Einheimischen sind interessiert an den Gästen, stellen Fragen, helfen mit Antworten und runden eine perfekten Tag ab.
Kurz bevor wir vom Glück beseelt in Richtung Wüste aufbrechen und immer noch im Reich der Nabatäer schwelgen, holt uns die Gegenwart schlagartig ein. Syrische Flüchtlinge mit Familie im Süden Jordaniens checken in unser Hotel ein und erzählen dem mit den Tränen kämpfenden Hotelmanager von Gräueltaten, die nur unweit der Grenze im Norden täglich passieren. Die exponierte Lage Jordaniens und die damit einhergehende starke Abhängigkeit des Tourismussektors von der politischen Entwicklung in den Nachbarländern lässt soeben Erlebtes wieder in den Hintergrund rücken und bringt die explosive Lage rund um Jordanien wieder auf unser Radar.
Am Weg in die Wüste wird es still im ‚Pici’. Nur der Motor unseres Kleinwagens heult auf, wenn wieder einmal abgebremst werden muss bei einem der unzähligen verkehrsberuhigenden Barrieren. Die perfekte Einstimmung für die Stille, die uns in der Wüste erwarten wird. Die Stille, die sich weite Teile Syriens wünschen würde. Die Stille, von der wir Westeuropäer gar nicht mehr wissen, dass es sie gibt. Die Stille, die den Reisenden immer wieder mit Sehnsucht an einen Aufenthalt in der Wüste zurückdenken lässt.
Wir erreichen Rum - das Tor zur Wüste Wadi Rum. Saleh - ein Beduine, der uns die nächsten zwei Tage bei sich und seiner Familie aufnehmen wird, nimmt uns in Empfang. Die Weite, die Stille und die unglaublich herzliche Gastfreundschaft der Beduinen begleiten uns auf unseren Touren im Sand zwischen einzigartigen Felswänden hindurch. Tief beeindruckt von den Ausblicken, den Wanderungen in der weltentrückten Landschaft und von der Lebensweise der Familie von Saleh wird Abends am Lagerfeuer der Tag rekapituliert und über Gott und die Welt philosophiert - die Stille lässt es ohne Gnade zu, dass man an solch magischen Orten, wie es Wadi Rum Einer ist, so schnell zur Ruhe kommt, wie sonst nirgendwo auf unserer Welt. Man vergisst die Kleinigkeiten, die uns zuhause scheinbar das Leben schwer machen und sinnt vor der Rückkehr in die Zivilisation zufrieden und gleichzeitig nachdenklich darüber, wie das eigene Leben anders hätte sein können…
Übernachtung:
PETRA - the place to be/stay:
Petra Moon Hotel
P.OBox 216 Petra / Jordan
Visitor Center Street
Tel: +96232156220
email: info@petramoonhotel.com
Die drei Brüder rund um Sameer haben hier in kurzer Zeit aus einer eher angestaubten Backpacker-Unterkunft ein TOP-Hotel gezaubert. Das Hotel sucht mit Sicherheit seines Gleichen und ist nach den Top-Hotels Mövenpick und Crowne Plaza sicher die beste Option im Ort - bei billigerem Preis, einer Top-Lage und bei weitem persönlicherem Service - der Charme des Hotels ist deswegen den größeren Ketten vorzuziehen. Die Küche ist gut, das Frühstücksbuffet sehr großzügig, die Angestellten sehr bemüht, die Betten ein absoluter Traum für den Mittleren Osten und auch die sonstige Zimmerausstattung lässt keine Wünsche offen.
Eine absolute Empfehlung bzw. die optimale Ausgangsposition für eine stressfreie Besichtigung der traumhaften Felsruinen in Petra.
Beste Nargileh (Wasserpfeife) in Petra: Benga Internet Café - Petra
WADI RUM:
Saleh Mosa Swleheen
Bedouin Guide - Camping & Safariin The Dessert
Jordan - Wadi Rum
Tel: +962 79 5445966
E-mail: saleh_mosa_wadirum@yahoo.com
Saleh ist ein unglaublich netter und vor allem auch kompetenter Guide. Er hat bereits mit 9 Jahren die ersten Touristen mit einem Kamel durch die Wuste chauffiert - mittlerweile - hat er einige Jeeps und eine beim größten Sandsturm zusammenhaltende, liebenswerte Familie, die den Aufenthalt im Wüstencamp Salehs zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Saleh spricht gutes Englisch und ist sehr bemüht seinen Gästen alle Wünsche von den Lippen abzulesen. Außerdem bietet er, als wahrscheinlich einziger Bedouine in Wadi Rum einen kleinen Abstecher auf eine Sanddüne an, von der man dann mit seinem von Gästen gesponserten Snowboard hinunter surfen kann. Das Essen im Camp ist sehr gut, die Atmosphäre im Bedouinen-Zelt beim Abendessen am Lagerfeuer sehr gemütlich und die Sonnenuntergänge an dieser einzigartien Lage legendär.
Die Homepage von Saleh wird von seinem britischen Freund Tudor Lomas betreut, der auch zu Beginn Anfragen beantwortet und sehr bemüht ist Saleh zu helfen Touren durch die Wüste anzubieten. Die Technologie ist hier längst angekommen und mittlerweile die wichtigste Buchungsquelle für Saleh und seine Familie - über Hotels möchte er nicht mehr buchen lassen, da hier Kommissionen verlangt werden, die eine Tour nicht mehr rentabel machen.
Geschrieben in Jordanien | Drucken | 1 Kommentar »
Aprés Ski mit Blick aufs Meer!
23.1.2012 von admin.
BEIRUT - Stadt der Kontraste - dort wo der Beat der Clubs aus den Einschusslöchern des Bürgerkriegs dringt und Aprés Ski im Luxusstrandclub ebenso möglich ist, wie der besinnliche Besuch einer Christmette…
Erzählt man im Jahr 2012 seinen wohl behüteten Freunden in Mitteleuropa von einem Wochenendtrip nach Beirut, erhält man oft genug zumindest ein zwischen Verwunderung, Neugier und Befremdlichkeit liegendes Augenbrauenspiel, ob der ungewöhnlichen, geradezu unmöglichen Wahl, als erste non verbale Antwort.
Dabei ist Beirut eben weit mehr als ein Augenbrauenspiel im sogenannten Nahen Osten. Beirut ist ein Stehaufmännchen - ein zur Weihnachtszeit wunderschön Geschmücktes noch dazu. Eine aufgeriebene Weltstadt mit Skigebieten und tollen Stränden zugleich, eine Stadt im ewigen Konflikt der Regionen und Religionen.
Ein überdimensionaler Christbaum steht zur Weihnachtszeit gegenüber der wunderschönen Muhammad-al-Amin-Moschee. Blickt man nach dem beeindruckenden Besuch der zwischen 2002 und 2007, vom 2005 wohl von syrischen und libanesischen Geheimdienstlern ermordeten ehemaligen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri erbauten Moschee auf den schön geschmückten Baum, schweift der Blick unweigerlich auch auf die sich im Hintergrund abzeichnenden und angezuckerten Berge Beiruts. Einen halben Tag im Schnee und danach noch eine entspannte Wasserpfeife in einem der Strandclubs an der Corniche, gepaart mit Drinks und weltoffenen Gesprächen mit von allen Ecken dieser Erde nach Beirut zurückkommenden Libanesen - alleine in Brasilien beispielsweise leben mit 6-7 Millionen Libanesen geschätzte 1,5 mal so viele Libanesen, wie im Libanon selbst - alles scheint möglich in dieser, die Menschen schon so lange faszinierenden Stadt.
Einen Steinwurf von der das neue Zentrum Beiruts prägenden Al-Amin-Moschee entfernt - ein ausgebranntes und vom Bürgerkrieg völlig durchlöchertes unvollendetes Kino, dass noch immer mahnend auf die, die Bürgerkriegsrivalen symbolisierenden religiösen Manifestationen blickt. Nur der Straßenzug, der zu Zeiten des Bürgerkrieges die Demarktionslinie markierte, heute Christbaum und Moschee trennt und um den Namen ‚green line’ gerecht zu werden aufgrund des nicht mehr existierenden Straßenverkehrs während des Bürgerkrieges mit Gras überwucherte, stellt heute ein wohlfeiles Entwicklungsgebiet für Immobilieninvestitionen in Milliardenhöhe dar. Ein bereits vollendetes Beispiel der rasanten Revitalisierung Beiruts ist die gleich hinter der Moschee und der maronitischen Kathedrale beginnende geradezu idyllisch restaurierte, sich um den Place de l’Étoile schmiegende, etwas französisch geprägte Altstadt von Beirut - eine Luxusboutique reiht sich an die Nächste. Das Militär bewacht die Straßenzüge und zuckt nicht mal mit der Wimper, wenn mehrere italienische Supersportwagen mit großem Geheule durch die Luxusmeile brausen. Scheint normal zu sein, denkt sich der erstaunte Beobachter und ergibt sich erneut dem Wechselspiel aus Verwunderung und Dokumentationslust des sich ständig verändernden Ist-Zustands der libanesischen Hauptstadt.
Anfang der 70er-Jahre wurde Beirut eben wegen dieser mittlerweile zum großen Teil wunderschön restaurierten Bauten noch das Paris des Mittleren Ostens genannt, ehe ein blutiger, sich über mehr als 15 Jahre ziehender Bürgerkrieg die Prachtstraßen mit Schusslöchern aufschmückte und die feine Gesellschaft aus den weniger betroffenen Vororten und aus Europa zum ‚Krieg schauen’ nach Beirut lockte. Es war die Zeit, als sich die maronitische Miliz gemeinsam mit der später in den Konflikt einsteigenden syrischen Armee mit der palästinensisch muslimischen Miliz die ersten Scharmützel lieferten und das Land bis ins Jahr 1990 vom normalen Tourismus isolierte. Der Libanon wurde zum Spielball der Religionen - und auch zum Spielball von äußeren Weltmächten. Von Zeit zu Zeit soll Beirut mehr Geheimagenten, als Immobilienmakler beherbergt haben - dies kann man heute, ob der unendlichen Anzahl an zu bauenden, gebauten, zu verkaufenden und verkauften Immobilienobjekten wohl getrost der Vergangenheit zuordnen.
Dort wo die Hisbollah ganze Straßenzüge beherrscht und dies mit verschiedensten eindeutigen Fahnen kennzeichnet, kreisen hoch über Beirut immerzu ohne sich um die Verletzung libanesischen Luftraums zu kümmern, permanent israelische Kampfjets. Die Kontrolle des südlichen Libanons wird, ob der bereits öfter aufgetretenen militärischen Interventionen Israels beim nördlichen Nachbarn, nicht vernachlässigt - darüber kann man denken, was man will. Die von der Hisbollah bewachten Gebiete ohne Einheimischen zu besuchen wird abgeraten - so wird der interessierte Besucher eindeutig darauf hingewiesen, dass die Straße am Eingang zu einem Hisbollah-Viertel hier für den Besucher zu Ende ist und der Weg doch dort drüben weiter gehen würde. Der Armee-Posten auf der anderen Straßenseite nimmt die Kontaktaufnahme mit der Hisbollah zur Kenntniss, will aber wahrscheinlich gerade deswegen nicht mit Besuchern sprechen bzw. auch keine Erklärung abgeben warum im immer noch leeren 25-stöckigen Hochhaus, keine Fenster drinnen sind, sondern lediglich der eine oder andere Sandsack in den Löchern des einem Schweizer Käse gleichenden Gebäudes zu erkennen ist. Daneben recken sich neue Millionen-Dollar-teure-Luxuswohnungen gen Himmel inklusive exklusiver Traumaussicht auf das Mittelmeer.
Die Lage ist trotz der immer noch omnipräsenten Gegensätze erstaunlich entspannt und vermittelt keinerlei Bedrohungsszenario. Es liegt zwar ein gewisses Prickeln in der Luft - man ist sich jedoch nicht sicher, ob dies von den auf den Dachterrassenclubs, Undergroundclubs und tollen Restaurants in Unmengen konsumierten Champagners, an der verführerischen salzigen Meeresluft oder doch an den immer noch für den Aussenstehenden undurchsichtigen politischen Ränkespielchen im Hintergrund liegt. Für den normalen Touristen kann Beirut zum heutigen Zeitpunkt als spannende, geschichtlich wertvolle, als auch partytechnisch enorme Bereicherung gesehen werden. Demnach selbst rausfinden - Beiden Daumen nach oben - Beirut rockt!
Mehr Bilder:
Übernachtung:
Golden Tulip Hotel De Ville
Sodeco - Rue 75, Beirut
Tel: +961 1 637777
Reservierungen unter: reservations@goldentuliphoteldeville.com
http://www.goldentulip.com/EN/hotels/Lebanon/Beirut/GT-serenada-hotel-hotel-booking-room.aspx
Night Life:
Buddha-Bar Beirut
Rue riad el solh, Ousseily Bldg, Beirut
Tel : +961 1 99 31 99
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BO18
Quarantaine, Beirut
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Angry Monkey Pub
Gouraud Str, Gemmayzeh
Beirut
Tel: +961 1 566376
Rund um Beirut:
Byblos - Wenn man schon in Beirut ist sollte man auf jeden Fall auch einen kurzen Abstecher ins ca. 30 Minuten nördlich gelegene Byblos machen. Der Ort hatte sowohl als phönizischer, römischer, als auch mittelalterlicher Hafen während der Kreuzzüge eine größere Bedeutung und weißt demnach auch eine große Dichte an gut erhaltenen Ausgrabungsstätten auf. Hier hat sich auch angeblich sukzessive unser Alphabet entwickelt.
Ski-Resort Fâraïya - http://www.skileb.com - Wer von sich mal sagen können möchte, dass er schon im Libanon Schifahren war - nur zu - ist nur 45 Minuten von Beirut entfernt und hat immerhin unglaubliche 15 Liftanlagen! Pistenqualität, wie im Alpenraum, darf man sich jedoch nicht erwarten.
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Und es machte Tuff - der erodierende Phallus gefiel schon dem Römer!
13.12.2011 von admin.
Jahrtausende, ja Millionen von Jahren hat es gedauert bis die weltentrückte Landschaft von Kappadokien durch den Einfluss verschiedenster Naturgewalten derart geformt wurde, wie man sie jetzt als begeisterter der türkischen Region Anatolien begutachten kann. Rund um die kleinen Städte Göreme, Ürgüp und Uchisar füllten fortwährende Vulkanausbrüche des immerhin 3.916m hohen Erciyes Dağı bzw. der nicht viel minder imposanten Mt. Hasan und Mt. Ali das Land zwischen Kayseri und Nevsehir unaufhörlich mit Lava und Asche. Es stapelten sich die verschiedensten geschmolzenen Gesteinsschichten – der interessierte Geologie-affine Besucher nennt das Gestein fachmännisch Tuff - übereinander auf. Es kam der Regen, der Wind, die Sonne – sie alle setzten in immer wiederkehrende, unaufhörliche und auch jetzt immer noch andauernde Erosionsbemühungen ein, um dem weichen Gestein den Gar aus zu machen. Mutter Natur machte schlussendlich aus der getrockneten Lava das, was die einen als Felsen der Liebe und die anderen hunderte Jahre schlichtweg, als ihr Zuhause bezeichneten.
(Love valley)
Die Menschen leben nicht mehr in den finsteren an den Decken noch von vergangenen Jahrhunderten des Kochens angerusten Aushöhlungen der Felsen. Lebt denn niemand mehr in den die Landschaft von Kappadokien prägenden, umwuchernden und teilweise gemütlich anmutenden Phallus-Objekten? Einige von ihnen würden vielleicht noch, ob der schlichten Vorzüge eben dieser Behausungen – im Winter ist es drinnen wärmer, als im nächtlich bitterkalten Kappadokien und im Sommer weit kühler – darin leben wollen; dürfen tun sie jedoch nicht mehr. Ja nicht einmal die Tauben, die hier auch Jahrhunderte lang von den Einheimischen, ob Ihres Düngers und auch Ihres Fleisches mit in den Fels geschnitzten Nistplätzen beworben wurden, dürfen noch kommen bzw. darf deren Ein- und Ausfliegen aus den Taubenkobeln nicht mehr gefördert werden. Die UNESCO hats verboten! Schließlich soll es auch noch einigen weiteren Touristengenerationen ermöglicht werden mit Ballonen, Quad-Bikes, Pferden, Kamelen und zu Fuß - man glaubt es kaum, man ist per pedes nahezu alleine unterwegs – die entrückte Landschaft zu erkunden!
Hat man sich einmal auf den Weg gemacht die, ob der Trockenheit dieses Teils der Türkei nur selten von grünem Gras bewachsene Gegend zu bewandern, dem Wind gelauscht, die davon nicht beeinträchtigte Stille genossen, einige Höhlen auf eigene Faust erkundet und sich dabei gedanklich in eine längst vergangene Zeit versetzt, dann ist man vollends angekommen in Kappadokien. Die Felsen sprechen zu ihren aufmerksamen Gästen und erzählen Geschichten von Römern und vielen anderen vorbeiziehenden Feldherren, die nicht nur die vielen das hierher gebrachte Christentum symbolisierenden Felsenkirchen voller Begeisterung in den Felsen hauten, sondern auch Verwüstung, Tod und Vertreibung mit sich brachten – mit ein Grund, warum man sich in die Höhlen zurückzog.
Heutzutage ist das alles vergessen, die Tauben sind nur mehr in viel geringerer Anzahl vorhanden und die Touristen touren mit riesigen Bussen auf guten Straßen zwischen den zweifellos atemberaubenden Sehenswürdigkeiten der Region. Eine einzigartige Region hat wohl endgültig ihren Platz in der touristischen Nahrungskette gefunden – die Einheimischen werden hier schneller vom Schafhirten bzw. Taubenzüchter zum Tourguide, als der Tuffstein erodiert. Demzufolge steht einem prosperierendem Jahrhundert mit der Möglichkeit in einer der Felsenkirchen anstatt Taube genüsslich Pazifik-Sushi verspeisen zu können, nichts mehr im Wege!
Weitere Bilder und Informationen:
(Uchisar)
(Cavusin)
(Die Taubenkobel)
Übernachtungsmöglichkeiten und interessante Serviceanbieter:
(Cappadocia Cave Suites)
Eine der besten Optionen in der kleinen Stadt Göreme – Cappadocia Cave Suites – lädt seine Besucher ein die von den ‚Kaminen‘ durchsetzten Stadt von oben zu begutachten und sich in den gemütlichen und teilweise in den Stein gehauenen Zimmer niederzulassen. Das Boutique Hotel hat 35 individuell gestaltete Zimmer und ist im Besitz des US-Türken Boro Ozkok, der sich damit sukzessive einen Traum erfüllt hat und einen der einzigartigsten Plätze in Göreme sein mit begeisterten Besuchern geteiltes Eigen nennen darf.
Cappadocia Cave Suites , Göreme, www.cappadociacavesuites.com, info@cappadociacavesuites.com, +90-384 271 28 00
Eine Ballonfahrt an sich ist ja schon etwas ganz Besonderes. Es gibt jedoch Ort auf unserer vielfältigst ausgestalteten Erdoberfläche, da zahlt es sich schon nochmal mehr aus einmal die strenge Reisekostenkontrolle außen vor zu lassen bzw. eine Balloonfahrt überhaupt schon von Beginn an mit einzupreisen in den Kappadokien-Trip. Man würde ansonsten eben diese einzigartigen Moment verpassen, wenn dem werten Balloonfahrer der Sonnenaufgang über der Märchenlandschaft die Kälte aus den Gliedern zieht oder man dicht an die Tuff-Kamine herangleitet und die lebhafte Geschichte dieser Steingiganten förmlich spüren kann. Mit Cappadocia Voyager-Ballons und seinem tollen Team kann man sich getrost auf ein unvergessliches Erlebnis gefasst machen.
Cappadocia Voyager Balloons, Göreme
http://www.voyagerballoons.com/, fly@voyagerballoons.com, + 90 384 271 3030, Reservation: + 90 532 717 5050
Der bis jetzt einzige öffentlich zugängliche Hamam in Göreme wird von Orhan Yilmaz mit Bravour geleitet. Er selbst und seine bemühten Angestellten geben sich große Mühe den Ansprüchen der vielen Besucher von Nah und Fern gerecht zu werden. Zudem wird sowohl an der Rezeption, als auch vom Eigentümer selbst, perfektes Deutsch gesprochen. Einem entspannenden Hamam-Aufenthalt nach kraftraubenden Spaziergängen durch die Göreme umgebenden Täler, steht somit nichts mehr im Wege.
Elis Kapadokya Hamami, Göreme, www.elishamam.com, info@elishamam.com, +90-384 271 29 74
Nur einen Steinwurf von Cappadocia Cave Suites entfernt thront noch weiter oben am Hügel über Göreme das relativ neue Restaurant Nostalji Cave Suit Restaurant. Zugehörig zum gleichnamigen Hotel – das übrigens auch durch Eleganz und ebenso tolle Ausblicke besticht – liefert es eine kleine aber wirklich tolle und uneingeschränkt zu empfehlende Speisekarte. Besonders empfehlenswert – Kebap im Tongeschirr gegaart – man darf mit einem silbernen Hammer vor dem Genuss des würzigen Gerichts das Tongeschirr zerschlagen.
Restaurant Nostaljia Cave Suit, Göreme, www.nostaljicavesuit.com.tr, info@nostaljicavesuit.com.tr, +90-384 271 23 01
In Göreme gibt es ebenso viele Tour-Operator, wie es Hotels und Balloonfahrtenanbieter gibt – fast schon zu viele! Es gibt jedoch immer wieder nennenswerte Ausnahmen, die auch hieraus noch herausstechen. Die New Göreme Travel Agency gehört zweifellos dazu. Es werden verschiedenste Touren angeboten (Grün, Rot und Silver) mit denen man nahezu das gesamte vorhandene touristische Potenzial der Region gemütlich und in nahezu freundschaftlicher Atmosphäre abrufen kann. Besonders empfehlenswert ist die ‚Green Tour‘ mit Tour-Guide ‚Vedat‘.
New Göreme Travel Agency – www.newgoreme.com, info@newgoreme.com, +90-384 271 21 66
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Armut, Krankheit, Korruption und trotzdem lebt die Hoffnung stetig weiter – Eine längere Reise durch das wunderschöne und den Reisenden verzaubernde südliche Afrika gewährt tiefere Einblicke…
3.8.2010 von admin.
Wenn man eine Reise tut, weiß der abenteuerlustige Reisende oft nicht, auf was er sich einlässt, wenn er in der durchorganisierten Nordhalbkugel den Flieger in Richtung Asien, Südamerika oder Afrika besteigt. Der sogenannte schwarze Kontinent gilt unter vielen Reisenden als besondere Herausforderung – sei es wegen der vermeintlich besonders schlecht ausgebauten Infrastruktur, der vor allem in den sensationslüsternen Medien heraufbeschworenen Gefährlichkeit so mancher Länder oder auch aufgrund der omnipräsenten Löwen, die stellvertretend für die tierische Gefahr praktisch hinter jedem Baobabbaum mit gefletschten Zähnen warten und nach Menschenfleisch gieren. Gerüchte und Klischees sind jedoch da, um entkräftet zu werden bzw. mit eigenen Augen, Ohren und allen anderen verfügbaren Sinnen genauer unter die Lupe genommen zu werden. Genau dies kann und sollte man versuchen, wenn man eine Reise der etwas anderen Art durch Afrika macht – Horizonterweiterung garantiert!
Der Versuch Geschichten von einer unglaubliche Reise zu erzählen, wurde in den vorhergehenden über 60 Beiträgen gemacht. Es wurde dabei versucht mit interessanten Persönlichkeiten und dem Mann bzw. der Frau von der Straße viele Gespräche zu führen und die von vielen Magazinen und Büchern aufgeworfenen Fakten persönlich zu hinterfragen bzw. mit einer gewissen persönlichen Note zu versehen. Eine etwas längere, jedoch sicher nicht uninteressante Zusammenfassung der in interessante personalisierte Fakten verpackten Reise wird hier zum Besten gegeben – die Details sind jedoch in den einzelnen Berichten nach zu lesen…
Die Schönheit überwiegt…
In der nun folgenden versuchten und komplett über die Ufer tretenden Zusammenfassung überwiegen leider nach wie vor die Probleme Afrikas – Probleme, die diskutiert werden müssen und erzählenswert sind, jedoch der Schönheit der Region des südlichen Afrikas bei weitem nicht das Wasser reichen können.
Kein abverlangtes Bestechungsgeld kann die Beobachtung eines jagenden Leoparden mindern, kein unbeherrschter Diktator kann dem Reisenden einen unvergleichlichen Sonnenuntergang nehmen und keine nach Ressourcen gierenden Investoren können den Afrikanern ihr einnehmendes Lächeln stehlen. Der südliche Teil Afrikas ist ein faszinierender, mittlerweile nahezu konfliktfreier und multikultureller Ort, der jeden Besucher auf unterschiedliche Art und Weise in den Bann zieht und verzaubert. Dass vor allem Probleme, die oft nicht hausgemacht sind, das südliche Afrika in der Entwicklung beeinflussen, sollte unter den nun folgenden Punkten dargestellt werden.
Post-Kolonialisierungstrauma?
Die Vorstellung von Afrika als überbevölkertes Staatenkonglomerat südlich der Sahara gespickt mit Krankheiten, Not und Elend an allen Ecken ist in den Köpfen des Durchschnittseuropäers, der jedoch selbst nicht das Verlangen hat diese Vorstellung persönlich bestätigt zu sehen, stark verankert. Dass Afrika jedoch überhaupt zu einer Ansammlung vieler Staaten wurde liegt vielmehr an uns Europäern selbst. Wir stellen allesamt die ehemaligen, in großer Anzahl und meist ohne Rücksicht auf Verluste auftretenden Kolonialmächte dar. Es waren Länder wie Frankreich, Großbritannien, Portugal, Belgien, Italien oder auch Deutschland – um nur einige zu nennen, die immerzu willkürlich ohne die wirkliche Kenntniss der lokalen Gegebenheiten Grenzen zogen und jedes Interesse lokaler Ethnien nach Zusammengehörigkeit gekonnt negierten. So mancher in Afrika lebende Nicht-Afrikaner führt heute noch ein Leben der kolonialen Art, pflegt gekonnt und ungeniert das durchaus verachtenswerte Image eines verschwenderischen, auf tausenden Hektar teilweise brach liegendem Land sitzenden Grafs und seufzt bei der Vorstellung an die guten alten Zeiten.
Dass Typen dieser Art nicht mehr gefragt und in immer geringer werdender Anzahl vorhanden sind, bewiesen mehrere Landreformen und teilweise gerechtfertigte, jedoch meist in komplett unangebrachtem Umfang und unangebrachter Weise durchgeführten Enteignungen in diversen afrikanischen Ländern. Simbabwe bzw. der von den Briten Anfang der 80er Jahre eingesetzte, noch immer mit großem Schrecken herrschende Mugabe und auch andere Länder des südlichen Afrikas, lechzen mittlerweile wieder mehr nach dem Know-how der von Ihnen verbannten weißen Großgrundbesitzer und müssen einen Balanceakt meistern zwischen der Aufrechterhaltung eines auf kolonialen Strukturen aufbauendem, funktionierendem Systems und einer für alle Einwohner eines afrikanischen Staates gerechteren Aufteilung der natürlichen Ressourcen. In Namibia fanden bislang keine Enteignungen statt – nicht umsonst gibt es immer noch Privatgrundbesitzer mit Flächen von über 70.000 ha. Die Zusammenarbeit zwischen Großgrundbesitzern und lokalen angrenzenden Gemeinden bzw. Völkern scheint hier jedoch besser zu funktionieren, als in anderen Ländern und die Regierung ist auch nicht für überhastete Kurzschlusshandlungen bekannt. In Namibia kann es auch passieren, dass man in Mitten des sehr weitläufigen Landes (ca. 2 EW pro km2 – Malawi bspw. ca. 120 EW pro km2) in einer sehr klein geratenen ‚Stadt‘ eine bestens organisierte deutsche Werkstatt findet, die noch dazu mehrere Gemeindebürger zu Mechanikern ausbildet.
Wirtschaftsleistungen…
Nach Jahrhunderten der systematischen Plünderung und konsequenten Ausbeutung bildet Afrika damals, wie heute, mit Abstand das Schlusslicht der Weltwirtschaft. Die fünfzig ärmsten Länder Afrikas bringen es zusammen auf die Wirtschaftsleistung, die ungefähr der eines Schwellenlandes wie Brasilien entspricht. Der Anteil dieser 50 Länder – insgesamt hat Afrika übrigens im Moment 53 anerkannte Länder – an der Weltwirtschaftsleistung liegt bei unter einem Prozent. Lobenswerte Ausnahmen bilden im südlichen Afrika vor allem die besuchten Länder Südafrika, Botswana und Namibia. Hier gibt es seit geraumer Zeit stabile demokratische Strukturen, eine weitgehend funktionierende Infrastruktur und ein immer besser werdendes Gesundheitssystem. Auch in den ebenfalls besuchten Ländern Simbabwe und Mosambik geht es wirtschaftlich wieder aufwärts. In Mosambik füllt sich das von den Portugiesen und den anschließenden durch die in Afrika leider sehr üblichen Stellvertreterkriege ausgelöste Daseins-Vakuum schön langsam wieder mit Leben. Mosambik wird gerade reihenweise von Zeitschriften in einem Atemzug mit Angola oder Gabun – bei diesen beiden Staaten löst jedoch das liebe Öl den Boom aus und die Bevölkerung profitiert wenig vom Boom - als eine der aufstrebenden afrikanischen Nationen betitelt. Simbabwe hat den Währungsschock – man kann vor allem rund um die Viktoria-Fälle immer noch die durch ihre vielen Nullen traurige Berühmtheit erlangenden 100 Billionen Simbabwe-Dollar-Noten ohne große Umschweife erstehen – einigermaßen gut überstanden, der US-Dollar wurde als inoffizielle Währung installiert, der kleine Arbeiter muss dadurch auch nicht mehr darum bangen, dass sein Lohn kurz nach Auszahlung nur mehr das gedruckte Papier wert ist und man bekommt wieder ausreichend Lebensmittel vor Ort.
Die Menschen strahlen in beiden Ländern wieder – die Gräueltaten wohlwissend nicht vergessend – und vermitteln dem interessierten Touristen wieder das Gefühl, dass man ‚more than welcome‘ ist und dass man als stolze Nation – wie es Simbabwe und Mosambik auf jeden Fall sind – noch viel vor hat in naher Zukunft. Simbabwe kämpft dabei am stärksten um die Rückführung der in großer Anzahl abgewanderten Fachkräfte – ein Safari-Guide erzählte bei einer Ausfahrt, dass er seine Kinder unter der Aufwendung enormer finanzieller Belastungen aufgrund der nach Botswana und Südafrika abwandernden Lehrkräfte mittlerweile in eine Privatschule, die 600 km entfernt ist, schicken muss - und Mosambik mit der Installation eines rudimentär funktionierenden Bildungssystems und den für ein wirtschaftlich erfolgreiches Land so wichtigem halbwegs akzeptablem Straßennetz.
Der Einfluss von China…
Wenn es um die Instandsetzung bzw. überhaupt den Neubau von Straßen, Schulen oder Krankenhäusern geht, dann kommt ein im Hintergrund sehr stark agierender globaler Spieler auf das Parkett. China ist mittlerweile in jedem südafrikanischen Land omnipräsent und als alternativer, den meist als reinen Rohstofflieferanten gesehenen Geschäftspartner ohne große Bedingungen unterstützender, Entwicklungshelfer, gern gesehen. Der rote Riese stellt nicht - wie es IWF und Weltbank unter dem großen Druck der größten Geldgeber (USA und Europa) oftmals tun - komplett ungeeignete Anpassungsforderungen an Politik und Verwaltungsapparat, sondern gibt sich mit dem reinen Handel zufrieden. Dass dadurch mittlerweile ein Handelsvolumen von weit über 100 Mrd. Dollar erreicht wurde, ist nicht verwunderlich. Die lokalen Industriezweige leiden unter den chinesischen Billigimporten und die vor ein paar Jahren schlampig errichteten geteerten Straßen haben schon wieder Löcher, die an einen Meteoriteneinschlag erinnern, die Politik jedoch frohlockt, ob der tollen Zusammenarbeit und der mit Sicherheit in die meist falschen Kanäle fließenden Gelder, die bei den zahlreichen Vertragsabschlüssen überwiesen werden. Es ist demnach bei weitem nicht alles gut, was eine unkomplizierte Lösung verspricht und aus dem fernen Osten kommt.
Korruption…
Die Korruption, die in ihren Auswüchsen bei Wirtschaftswachstum ordentlich gedüngt wird, ist nach wie vor enorm – keine Polizeisperre in Mosambik an der man nicht einen Schein zum mit Sicherheit einen Grund findenden Beamten durch das Fenster reichen muss, um ohne Schwierigkeiten passieren zu dürfen - und kann wohl nur durch ein funktionierendes Bildungssystem, der Stärkung der Mittelschicht und einer Menge Geduld in den Griff bekommen werden. Dass Korruption jedoch nicht nur ein Phänomen von Entwicklungsländern ist, bestätigt der tägliche lokale Nachrichtenüberblick. Bei uns zuhause wird Korruption lediglich andersartig bezeichnet und durch diverse erlaubte Systeme legitimiert. Außerdem ist die Bestechung bzw. das überreichen von Zuwendungen für eine im Gegenzug erlangte Begünstigung von langer Tradition bei allen afrikanischen Völkern – und bei uns wird dem Kind, wie gesagt, nur ein vermeintlich attraktiverer Name gegeben.
Der nächste Überfall kommt bestimmt – Blödsinn!
Ein jeder der nach Afrika fährt, wird wahrscheinlich mit den ewig langweiligen und den Reisenden zu Beginn doch etwas verunsichernden Fragen nach der schon im vorhinein festgestellten mangelnden Sicherheit und den vielen möglichen Raubüberfällen geärgert. Wenn man jedoch mit einem wachsamen Auge und vor allem ein paar Regeln folgend, die übrigens auch für europäische Innenstädte gelten, durch Afrika fährt, dann ist die Gefahr beraubt zu werden, als gering einzustufen. In der Nacht durch dunkle Gassen zu laufen, womöglich auch noch mit einer großen Kamera in der einen Hand und einem Reiseführer in der Anderen, schreckt eben potenzielle Räuber nicht gerade ab. Ein selbstsicherer Gang und der ständige Kontakt zur lokalen Bevölkerung jedoch schon – nichtsdestotrotz kann natürlich immer etwas passieren.
Bevölkerungswachstum…
Die von vielen Europäern aufgrund von Fernsehbildern aus Flüchtlingslagern mit Sicherheit vermutete Bevölkerungsexplosion ist auch bei weitem nicht in dem Ausmaß zu beobachten, wie bspw. in den großen asiatischen Ländern. Die meisten Länder Afrikas haben hierbei lediglich noch enormen Aufholbedarf aufgrund der langen Sklaverei-Geschichte und unzähligen Kriegen bzw. der ua daraus resultierenden Hungersnöte. Alle afrikanischen Staaten bringen es ungefähr auf dieselbe Bevölkerungsanzahl, wie die bereits vorhin ins Spiel gebrachte Volksrepublik China. Drei Viertel – und damit ca. 750 Millionen – leben unterhalb der Armutsgrenze. Damit wird deutlich, dass bei einem derart großem Kontinent und dieser dafür doch eher geringen Bevölkerungsanzahl sehr viele Menschen sehr weit gehen, fahren oder fliegen müssen, um eine angemessene Schulbildung oder medizinische Versorgung bekommen zu können.
Ein relativ dicht besiedeltes Land im südlichen Afrika stellt Malawi dar – dementsprechend sind durch den mit dem Menschen meist verlorenem Verdrängungswettbewerb, hier auch schwer mit großem Wildbestand gesegnete Tierreservate zu finden. Die hohe Bevölkerungsanzahl bringt jedoch aufgrund der oftmals nur in sehr geringen Ausmaßen vorhandenen Schulbildung bzw. der praktisch nicht vorhandenen Universitätsausbildung keinerlei eigene Ärzte heraus – eine Arztquote von 50.000 Malawis pro Arzt ist das Ergebnis – dies ist auch in Sambia, Mosambik, Lesotho und Swasiland ein großes Thema. Malawi gilt weiter – und dies kann mit großer Freude auch nur bestätigt werden – als eines der Länder mit den freundlichsten Menschen unserer oft so unglücklichen Erde. Mit einer sowohl sehr hohen Analphabeten-, HIV- und Kindersterblichkeitsrate steht das Land mitunter auch ganz oben auf der Liste der am stärksten von Armut gefährdeten Länder. Von diesen Tatsachen lassen sich die Bewohner Malawis jedoch nicht unterkriegen – ein Lächeln und ein kurzes informatives Gespräch sind immer drinnen. Die dabei transportierten Gefühle können wohl auch den einen oder anderen Schmerz lindern – und sei es nur das trotz der unglaublichen Schönheit des südlichen Afrikas auftauchende mit einem lauten Lachen geminderte Heimweh des Afrika-Reisenden.
…es gäbe noch so viel zu erzählen und anzudiskutieren…
Fazit: Das südliche Afrika ist wunderschön - die Tierwelt fantastisch, die Landschaft in ihrer Besonderheit nicht auf Fotos zu bannen, die Menschen warmherzig, hilfsbereit und natürlich mit außergewöhnlichen Geschichten ausgestattet und die Probleme nicht unlösbar.
Oft ist die Zeit bei meinen Reisen im Nachhinein so schnell vergangen wie ein Wimpernschlag – für Afrika trifft dies jedoch auf keinen Fall zu. Unzählige interessante und emotionale Momente tanzen in meinen Gedanken und belegen für mich die Tatsache, dass die repräsentative Höhe des BIP’s kein Gradmesser dafür ist, dass eine Gesellschaft glücklich ist. Aber die unzähligen Probleme, die der afrikanische Kontinent hat, machen eine Gesellschaft leider auch nicht glücklich. Das Erlebte bzw. die Intensität der Begegnungen und die ungeheure Wucht der Bilder, begleiten mich in Form von abendfüllenden Geschichten wohl ein ganzes Leben lang.
(Der Autor durchreiste – wie in den vorherigen Blog-Beiträgen ersichtlich – die südafrikanischen Länder Namibia, Botswana, Simbabwe, Sambia, Malawi, Mosambik, Swasiland, Lesotho und Südafrika. Mit den Erlebnissen und den Unmengen an nicht nachlesbaren Informationen über diese Länder könnte wohl ein Buch gefüllt werden…)
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Ein kleiner aber feiner Überblick über die unüberschaubare Restaurantszene in Kapstadt…
22.7.2010 von admin.
Die Restaurantszene in Kapstadt ist in jeder Art und Weise vielfältig – sowohl kulturell, geschmacklich als auch örtlich. Die Preise sind für europäische Verhältnisse geradezu ein kulinarisches Schnäppchen und die Küchen oft exzellent. Dort wo beim Service eventuell noch ein bisschen aufgeholt werden muss, bestimmt die Freundlichkeit und über das normale Restaurantgeschehen hinaus gehende Gastfreundschaft die Szene. Es gibt in Kapstadt noch viel zu entdecken – neue Konzepte und neue kulinarische Kreationen sprießen schneller aus der auch von den Kapstadt umgebenden Weingütern geprägten Erde, als der Tafelberg die vorbeiziehenden Wolken in mundgerechte Stücke schneiden kann. Restaurants, Bars und Bistros aller Art, findet man in fast allen Stadtteilen Kapstadts – von der vor allem während des Sonnenuntergangs verwöhnten Camps Bay bis hin zu den nördlichen Vororten – Kapstadt hat für jeden Gaumen eine Überraschung parat.
Die Auswahl der Restaurants stellt lediglich ein Best-of der besuchten Lokalitäten dar und hat keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit – man könnte wohl ein ganzes Jahr damit verbringen sich verschiedenste Restaurants in und rund um Kapstadt genauer anzusehen.
FIVE FLIES - RESTAURANT & BAR
In Kapstadts Finanzviertel in einer versteckten Seitengasse gelegen, zählt das ‘Five Flies’ mitunter zu den besten und innovativsten Restaurants Kapstadts. Das Interior eines ehemaligen exklusiven Herrenclubs blieb unverändert, während die Karte mitunter täglich aktuelle neue Überraschungen bereit hält. Die Küche ist innovativ, sehr geschmackvoll und mitunter überraschend. Die fast schon ansteckende und den Gast auf das Mahl vorbereitende Präsentation der etwas gewöhnungsbedürftigen Preisgestaltung – es werden nicht die einzelnen Gericht bepreist, der Gang hat einen Einheitspreis und es werden etwas verwirrende Aufschläge hinzu addiert für besondere Gerichte – leitet einen stillvollen Abend ein.
Man kann sich im Five Flies aussuchen, ob man im Innenhof, in einem der unterschiedlich gestalteten Räume oder gar nur zu Zweit dinieren möchte. Eine geschmackvolle Bar und Zigarrenlounge lädt im Anschluss an ein Essen noch zum verweilen ein. Das Five Flies ist auf jeden Fall einen Besuch wert und kann mit den besten Restaurants der Stadt gut mithalten.
Kontaktdetails: 14-16 Keerom Street, Cape Town
www.fiveflies.co.za, e-mail: info@fiveflies.co.za, Tel: +27 ( 0) 21 424 4442
Savoy Cabbage – Restaurant & Champagner Bar
Die Eigentümerin Caroline Bagley lebte für viele Jahre nicht in Südafrika, ehe sie 1997 nach Kapstadt zurückkam, um eine neue Herausforderung anzugehen. Gemeinsam mit Manager Frank Winter ist ihr eine wirklich mehr als geglückte Zusammenlegung zweier Lagerräume eines der sehr typischen alten Hafengebäude Kapstadts zu einem trendigen - wenn nicht dem besten lokalen - sehr stilvollen Restaurant gelungen. Das Savoy Cabbage besticht mit ausgezeichnetem Service und exzellenter, sowie überaus raffinierter Küche. Das Restaurant ist seit der Eröffnung 1998, ob der noch jungen Geschichte an Spitzenrestaurants in Kapstadt, bereits eines der Etabliertesten in der lokalen Top-Gastronomie. Die Preise sind mit denen für derartige lukullische Genüsse in Europa oder Nordamerika verlangten, nicht zu vergleichen und laden dazu ein von der ständig wechselnden Karte mehr als nur einen Gang zu kosten.
Dem wohl überlegten kulinarischen Konzept ist außerdem noch hinzuzufügen, dass das Savoy Cabbage das international bereits sehr anerkannte und die Ärmsten der Armen – nämlich Straßenkinder - unterstützende Projekt ‚Streetsmart‘ (www.streetsmartsa.co.za) mit in die Speisekarte ‚aufgenommen‘ hat und jedem Gast automatisch – der Gast kann dies auch ablehnen – 5 Rand pro Person – also umgerechnet ca. 50 Eurocent – zum Rechnungsbetrag addiert.
Kontaktdetails: 101 Hout Street, Cape Town
www.savoycabbage.co.za, e-mail: savoycab@iafrica.com, Tel: +27 (0) 21 424 2626
Café Chic – ein innovatives Konzept kommt nach Kapstadt…
Letzten Sommer wurde in Kapstadt dank Morae Campher – einer Event-Koordinatorin – und Francoise Queyroix – einer begnadeten bereits weltweit tätigen Restaurantmanagerin - ein Restaurantkonzept der besonderen Art in Kapstadt zum Leben erweckt. Sich an den örtlichen Gewohnheiten der exklusiven Bistro-Küche orientierend, wurde ein visionäres Konzept vom mehr als ‚nur‘ ein Restaurant bietendes Haus richtungsweisend umgesetzt. Neben dem von einem hervorragend gelauntem französischem Koch Renald Epiegeführten Restaurant, der himmlischen Patisserie, einer exklusiven Whiskey-Bar, einer trendigen Cocktail-Lounge und einem an das Haus angeschlossenen marokkanischem Berberzelt, bietet das Café Chich auch noch die Möglichkeit in einer exklusiven Boutique edle Stücke aus Frankreich zu erwerben. Neben der hervorragenden Küche braucht man sich demnach um den weiteren Verlauf des Abends keine Sorgen machen – man ist in diesem Haus zu noch immer angemessenen Preisen auch nach dem Essen bestens umsorgt.
Tipp: Jeden Freitag legt ein DJ in der Cocktail Lounge auf und sorgt so für den passenden Übergang in das Wochenende.
Kontaktdetails:
Café Chic, 7 Breda Street, Gardens 8001, Cape Town
www.cafechic.co.za, e-mail: info@cafechic.co.za, Tel: +27 (0) 21 465 7218![]()
Mt. Nelson Hotel – ‘Afternoon Tea’
Das Mount Nelson Hotel ist weit über die Grenzen Südafrikas hinaus dafür bekannt den besten und exklusivsten ‘Afternoon-Tea’ der südlichen Hemisphäre seinen Gästen zu servieren. Jedem Besucher erwartet ein wahrhaft königlicher Schmaus, eine routinierte jedoch herrlich elegante Teezeremonie und dezente Live-Piano-Musik im Hintergrund. Jeder Mund voll vom nahezu dekadenten Tee-Buffet ist ein Stück Perfektion und ein Stück Himmel. Die gute Nachricht für alle Hungrigen ist – man darf so oft man will vom Himmel naschen.
Mount Nelson Hotel – zusätzliche Information:
Seit 1899 bereits empfängt das ehrwürdige Mount Nelson Hotel Besucher aus der ganzen Welt. Sein rosa eingefärbtes Gemäuer spiegelt im Schatten des Tafelberges die reiche Geschichte dieses alterwürdigen Hotels wieder. Wenn man die von wunderschönen Palmen gesäumte Auffahrt zum Hoteleingang hinauffährt umweht das Hotel ein Hauch von Luxus, Romantik und Weltkulturerbe. Das Hotel beherbergt auch ein hervorragendes Spa und es können traumhafte Hochzeiten vom eigenen Planungsteam durchgeführt werden. Das Hotel ist auch ohne eine Übernachtung unbedingt einen Besuch wert.
Kontaktdetails: 76 Orange Street, Cape Town
www.mountnelson.co.za, reservations@mountnelson.co.za, Tel: +27 (0) 21 483 1000
Noon Gun Tea Room - Restaurant
Der wunderbare Ausblick direkt unterhalb der jeden Tag um Punkt 12 Uhr Mittag abgefeuerten ‘Noon Gun’ wäre eigentlich schon Grund genug, um sich hier bei der sich aus verschiedensten asiatischen und arabischen Ländern zusammensetzenden das seit 1994 existierende Restaurant führenden Familie eine kulinarische Auszeit zu gönnen. Die gute Nachricht ist jedenfalls, dass die farbenfrohe hier kredenzte sogenannte Cape-Malay-Küche ausgezeichnet ist und einen sehr interessanten Einblick in die Zusammensetzung der durch die aus allen möglichen Herren-Länder zwangsweise oder aus freien Stücken nach Kapstadt gekommenen Koch- und vor allem Gewürzkünstler gewährt. Man bemerkt Einflüsse aus Indien, Malaysia, Indonesien, Sri Lanka und dem arabischen Raum. Wenn man zusätzlich zum Essen noch einige hörenswerte Geschichten über die Einwanderungsfamilien, das Leben im während der Apartheid platt gemachten ‚District 6‘ oder die Familiengeschichte vernehmen möchte, wendet man sich am besten an die immer noch omnipräsente ‚Oma‘ des Hauses, die mit Sicherheit gerne Auskunft über die Seefahrerei, den Ramadan und den hier gemäßigt gelebten Islam liefert. Eine tolle Familie mit einem tollen Restaurant und unglaublichen Ausblick.
Kontaktdetails: Noon Gun Tea Room – Restaurant, 273 Longmarket Street, Signal Hill, Cape Town
www.noonguntearoom.co.za, e-mail: noonguntearoom@gmail.com, Tel: +27 (0) 21 424 0529
Die das Restaurant führende Familie bittet um Verständnis, dass gemäß malaiischen Traditionen kein Alkohol serviert wird.
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Observatory – Von Sternguckern, Visionären und der Bohème Kapstadts…
20.7.2010 von admin.
Am 3. Dezember 1967 fand am nordöstlichen Fuße des Tafelbergs im Groote Schur Spital von ‚Obz‘ – so nennen die Einwohner des Viertels Obsevatory liebevoll ihre Nachbarschaft - die erste Herztransplantation von Mensch zu Mensch statt. Dieser Großtat des visionären Mediziners Chris Banard sei Dank, genießt das lokale Krankenhaus immer noch einen außerordentlichen Weltruf und beherbergt in der Nachbarschaft wohl einige der renommiertesten Universitäten des Landes. Wo Universitäten sind, dort sind auch viele Studenten und eine junge lebendige Szene, gemischt mit Menschen der vergangenen jungen Szene, die gekommen sind um für immer zu bleiben. Diese Mischung ist zweifelsohne der Nährboden für ein aufkommendes Trendviertel…
Wenn man in Obz entlang der dem Viertel seinen Stempel aufdrückenden Lower Main Road Quartier bezieht, wird man unweigerlich von der von einer Kleinstadt ausstrahlenden Gemütlichkeit vereinnahmt, fühlt sich sofort zuhause und denkt nach kurzer Zeit, dass man bereits eine kleine Ewigkeit hier wohnen würde. Die kleinen, sehr kreativen Cafés, die immer mehr werdenden Bars, die speziell in den letzten drei Jahren aus dem Boden schießenden Hostel und die eine oder andere billige Sushi-Bar putzen das Viertel auf und machen es zum Mekka der Studentenschaft Kapstadts – kein Wunder ist die für viele zu schicke ‚Waterfront‘ oder die sehr touristische und dadurch nicht minder gefährliche ‚Long Street‘ doch mindestens eine teure Taxifahrt von den Wohnungen der Studenten entfernt.
Die Bohème der Stadt am Kap hat sich auch schon je her rund um das für die Seefahrer als Ausbildungsstätte so wichtige Observatorium gescharrt und den ruhigen Stadtteil Kapstadts stets mit Intellektualität und Kunst gefüttert. Ein grandioses Beispiel des gerne im Untergrund Wurzeln schlagende intellektuellen Kapitals ist die davon maßgeblich beeinflusste Musikszene der 80er und 90er Jahre in Obz – ein angesehenes Produkt davon war das ‚Independent Armchair Theater‘, das in der Lower Main Road im weithin bekannten ‚roten Haus‘ seine Heimat hatte. Das Theater war die Geburtsstätte so mancher bekannter südafrikanischer Band – ‚Goldfish‘ hatten hier bspw. ihre Anfänge – und war in der ganzen Stadt dafür bekannt. Vor einigen Jahren musste das Theater jedoch aufgrund des ständig sehr hohen Lärmpegels und der Anrainerbelästigung geschlossen werden und stand danach leer und zum Verkauf.
In einem Stadtteil in dem jeder Jeden kennt und es weniger Touristen und mehr Reisende gibt, spricht sich ein derartiger Umstand natürlich schnell herum und ein leer stehendes Gebäude wird zum begehrten Investitionsobjekt. Am schnellsten auf die sich bietende Gelegenheit reagierten in diesem Fall Michael und Faith Webber-Harris, die gemeinsam mit der länger in London als Anwältin tätigen Schwester von Michael - Michelle Hasson - und dem eine tolle Möglichkeit sehenden Investor Eric Rosatti das Objekt in Rekordzeit von einem herunter gekommenen ehemaligen Schauplatz für Theater und Konzert, in ein Hostel der besonderen Art mit angeschlossenem Pub – der Name wurde partiell beibehalten und so entstand ‚offensichtlich‘ das ‚Obviouzly Armchair‘ und damit eine weitere interessante Möglichkeit zur Übernachtung und um gemütlich ein Bier zu trinken.
Eine ähnliche Geschichte hat die für ihre 25 Jahre bereits sehr umtriebige Kim Whitaker zu erzählen. Als sich bei der aufgrund der Schilehrer-Vergangenheit ihres Onkels immer wieder im österreichischen Westendorf als Schilehrerin tätigen Kim die Möglichkeit ergab ein Haus in der Nähe der Lower Main Road zu sanieren, schlug sie aufgrund ihres auf einer einjährigen Südamerika-Reise gewachsenen Traums einmal ein Hostel zu eröffnen sofort zu und startete im Dezember 2007 mit dem 33 South Boutique Backpackers eines der ersten Boutique-Hostels in Afrika. Kim ist wie viele ihrer Mitarbeiter eine waschechte Kapstädterin und kennt Obz wie ihre Westentasche. Sie beschreibt den Stadtteil Observatory gerne als ihren freundlich verrückten und vor allem bunten Spielplatz. Dass sie sich hier wie zuhause fühlt zeigt auch der Umstand, dass sie die Straße hinauf mit dem ‚The Lofts @ 33 South‘ gleich einen Ableger des vom Guardian 2009 zum besten Boutique Hostels Südafrikas gewählten Erfolgsmodells aufgebaut hat und somit bereits in jungen Jahren zu einer expandierenden Unternehmerin in Obz aufsteigt.
Was alle Unternehmer in Observatory verständlicherweise besonders stolz zu machen scheint ist der Umstand, dass man hier laut einhelligem Tenor wenig Neid sieht und die Missgunst der gegenseitigem Empfehlung weicht. Dieses gern vermittelte Gefühl und die damit transportierte Freundlichkeit und Offenheit ist nur ein weiterer Baustein im sich niemals vollendenden Puzzle eines Reisenden, der Obz zu einem sympathischen Platz zum verweilen in der Traumstadt Kapstadt macht.
Unterkünfte in Observatory:
Obviouzly Armchair Backpackers & Pub, 135 Lower Main Road, Cape Town
Es handelt sich hier ‚offensichtlich‘ um ein wirklich charmantes Hostel mit integriertem jedoch nicht im geringsten störenden Pub. Man fühlt sich sofort wie zuhause und glaubt aufgrund der immer noch durscheinenden Theater-Atmosphäre an einem schon ewig existierendem Platz zu sein. Besonders berühmt für das bereits legendäre ‚Bring & Braai‘ am Sonntagnachmittag, wo jeder herzlich dazu eingeladen ist im Hostel mit dem eigenen Grillfleisch vorbeizuschauen und sich unter das internationale Publikum zu mischen. Wann immer man etwas braucht, kann das Team rund um Michelle, Faith und Michael mit Sicherheit helfen.
www.obviouzlyarmchair.com, e-mail: info@obviouzlyarmchair.com, Tel: +27 (0) 21 460 0458
33 South Boutique Backpackers & The Lofts @ 33 South, 48 & 41 Trill Road, Cape Town
Ein sehr stylisch und liebevoll zugleich eingerichtetes Hostel das mit einer heimeligen Atmosphäre und dem unglaublich engagierten jungen Team rund um Kim Whitaker punkten kann. Man arbeitet gerne mit den lokalen Betrieben zusammen, bietet Gratis-Führungen durch Obz an und hat mit der hauseigenen Surfschule ‚STOKED SCHOOL OF SURF‘ - www.stokedsurfschool.com auch ein Herz für die Kapstadt immer wieder in Scharen aufsuchende Surfer-Gemeinde. Wurde nicht umsonst mit dem vom Guardian verliehenem Titel ‚Best South African Boutique Hostel 2009‘ ausgezeichnet.
www.33southbackpackers.com, e-mail: info@33southbackpackers.com, Tel: +27 (0) 21 4472423
Restaurantempfehlungen in Observatory:
Mango Ginger – Coffee Shop & Bakery, 105 Lower Main Road, Cape Town
Fiona Sleigh hat hier in ihrer Heimatstadt nach Engagements als Pattisserie-Chef von rennomierten Restaurants in London ihre Bestimmung gefunden. Die gesamte Speisekarte macht Sinn, ist durchdacht und noch dazu auf einem Öko-Konzept aufgebaut – es wird dabei aber definitiv nicht auf den Faktor ‚Geschmack‘ verzichtet. Der Service ist sehr gut und die hauseigene Bäckerei bietet auch fabelhafte Backsachen zum mitnehmen an. Ein unbedingter Tipp für Obz – hier lässt es sich auch herrlich frühstücken.
www.diningout.co.za, e-mail: fionasleigh@telkomsa.net, Tel: +27 (0) 839610299
Weitere empfehlenswerte Restaurants und Cafés sind das Obz-Café, das schon ewig in Obz situierte mexikanische Restaurant ‚Panchos‘, zwei immer 50 % Aktionen führende Sushi-Bars in der Lower Main Road und in der Trill Road und das ‚Mimi‘-Eckbistro. Am besten ist es für den interessierten Besucher jedoch sich einfach treiben zu lassen und bei genügend Zeit den interessanten Geschichten der Inhaber zu lauschen.
Ein weiteres Highlight, dass im Nachbarbezirk ‘Woodstock’ liegt ist der jeden Samstag stattfindende Markt rund um ‘The old Biscuit Mill’ - man sollte früh kommen und nichts frühstücken, da es vor lauter kulinarischen Leckerbissen am Markt nur so wimmelt. Eine unbedingte Empfehlung!
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‚Sharklady‘ sorgt für vertauschte Rollen – Die weißen Haie rund um Gansbaai begutachten Touristen…
18.7.2010 von admin.
Der weiße Hai ist nicht gerade mit einer freundlichen Visage von Mutter Natur ausgestattet worden – vielmehr denkt man auch aufgrund der Filme und TV-Dokumentationen gerne an ein blutrünstiges Monster, wenn man in die dunklen Augen blickt und die rasiermesserscharfen Zähne der Raubfische selbst Unterwasser noch blitzen sieht. Die Region rund um die Kleinstadt Gansbaai an der östlich von Kapstadt beginnenden Indik-Küste in Südafrika ist bekannt für seine große, jedoch immer wechselnde Population an weißen Haien und lädt den hochseetauglichen Touristen dazu ein mit einem der Anbieter für einen halben Tag den Nervenkitzel zu erleben einen weißen Hai von Angesicht zu Angesicht zu sehen zu bekommen…
Einer dieser Anbieter ist das Unternehmen von Kim McLean (49), der von den Einheimischen aufgrund ihrer vorhergehenden Tätigkeit in der Haiforschung der Name ‚Sharklady‘ gegeben wurde. Kim nimmt im Gegensatz zu so manchem anderen Anbieter jeden Tag nur eine Handvoll abenteuerlustige Touristen mit ihrem Boot hinaus aufs Meer und schaut auf die Öko-Verträglichkeit ihrer Touren. Die Touren starten fast alle vom Hafen des Ortes ‚Kleinbaai‘ unweit von Gansbaai und dem etwas größeren Ort Hermanus. Das Meer ist rau und kalt dort, die Lanschaft wunderschön und wild zugleich. Wenn man mit dem Boot über die heranstürmende Brandung der vorgelagterten Insel ‚Dyer‘ entgegenbraust dann kann man sich schwer vorstellen, dass man bei einem derartigen Wellengang den etwas zerbeult aussehenden Haikäfig zu Wasser lassen wird können.
…ein paar Bilder zur Einstimmung - man stelle sich im Hintergrund die Musik des Films - der weiße Hai vor…
Der weiße Hai ist ein Einzelgänger und bevorzugt Meeresgebiete mit einer Temperatur zwischen 16 und 18 Grad. Zusätzlich ist eben seine Lieblingsmahlzeit, wenn sie denn verfügbar ist, die Robbe – ansonsten frisst er wirklich alles. Kim McLean denkt, dass es hier einfach so viele weiße Hai gibt, da die kalten Meeresströmungen und die Lage rund um die exponierte Kap-Region eben Voraussetzungen für Raubfische schaffen, die einem riesengroßem Buffet ähneln.
Der Mensch stellt hier eine Ausnahme dar, da er für den weißen Hai bzw. für Haie generell keine Beute darstellt – wäre dem so, würde es wohl jeden Tag dutzende Haiangriffe auf Menschen geben rund um die Kapregion – es gibt jedoch durchschnittlich nur einen tödlich verlaufenden Haiangriff alle zwei Jahre. Von den 105 Haifischarten in der Kapregion kann von weniger als 10 % für den Menschen eine Gefahr ausgehen.
…man kommt den Haien doch ziemlich nahe…
(Copyright - Sharklady - letzten drei Bilder)
Wenn sich bei den Touren der Sharklady die ersten harten Männer an Bord übergeben und der Wellengang schließlich etwas sanftmütiger wird, weiß man, dass man vom Ziel – dem sogenannten ‚Shark-Channel‘, der sich zwischen der Insel Dyer und einer auf einer kleineren vorgelagerten Insel lebenden 60.000 Robben zählenden Kolonie befindet – nicht mehr weit entfernt sein kann. Spätestens, wenn man den sehr intensiven Geruch einer Robbenkolonie wahrnimmt, weiß man als interessierter Tierfilmfan, dass dies wohl ein ideales Jagdgebiet für weiße Haie sein müsste.
Der weiße Hai generell kann auf bis zu unglaublich große 7m heranwachsen – und jeder, der bereits einmal in einem der Käfige einen auch nur halb so großen weißen Hai an sich vorbeischwimmen und eventuell nach dem Köder schnappen sah, kann sich vorstellen, welche Kräfte wohl wirken müssen, wenn einer dieser Riesen einen seiner legendären Angriffe startet. Die wohl berühmtesten Bilder von weißen Haien stammen aus der Nachbarbucht – der False Bay – dort ist das Wasser etwas tiefer, es gibt ebenfalls eine Robbenkolonie und die Wassertemperatur entspricht auch genau den Vorlieben der großen weißen Raubfische. Hier in der False Bay kommt es zu den dramatischen Bildern, wenn ein weißer Hai aus der Tiefe des Ozeans emporschießt, nach einer Robbe schnappt und durch die enorme Geschwindigkeit dabei teilweise bis zur Gänze aus dem Wasser herausspringt – ein wirklich furchteinflößendes Spektakel.
Das sogenannte ‚breaching‘ kann zwar rund um Kleinbaai nicht garantiert werden, jedoch ist mit etwas Geduld – zumindest in den hiesigen Wintermonaten von Juni bis September - die Sichtung eines oder gar mehrerer weißer Haie fast garantiert. Sei es jetzt mit der sogenannten Oberflächenbeobachtung vom Boot aus oder direkt im speziell dafür angefertigten Unterwasserkäfig. Man kann den Haien dabei erschreckend nahe kommen und das ohne, dass die Haie angefüttert werden. Die Haie werden lediglich mit einem Fischabfallbrei, der mit Salzwasser vermischt wird und immer wieder vom hinteren Ende des Bootes ins Wasser gelassen wird, angelockt und mit einem weiteren größeren Fischköder in die Nähe des Käfigs gelotst. Der Guide, der den Fischköder an der Leine hält steht dabei auf einer erhöhten Position und schafft knisternde Situationen wenn er wieder laut ausruft – ‚Down on the left!‘ – man abtaucht und einer der weißen Raubfischgiganten ganz gemächlich, furchtlos und sich der weit überlegenen Lage bewusst, durch das Meer pflügt. Die Haie werden dabei nicht provoziert oder in ihrem natürlichem Verhalten gestört – der Sharklady sei Dank ist somit ein herrlich aufregendes Erlebnis garantiert!
Für dieses außergewöhnliche Erlebnis ist keine Tauchlizenz erforderlich – man taucht dabei lediglich mit oder ohne Schnorchel immer wieder in den Käfig ab.
Kontaktdetails und mehr über Kim McLean:
SHARK LADY ADVENTURES – Kim McLean, 61 Marine Drive, Hermanus
Kim ist bereits seit 1992 im Geschäft mit den Haien und war davor auch lange Zeit in der Haiforschung tätig. Sie gründete das Unternehmen, um den Menschen das wahre Verhalten des weißen Hais ein bisschen näher zu bringen und den Nimbus des rücksichtslosen Killers zu entkräften. Die Shark Lady Adventures sind überdies hinaus ein sehr öko-freundliches Hai-Tauchkäfig-Unternehmen, dass gerade vor kurzem erneut eine von nur 8 Lizenzen für die Region rund um Gansbaai zugesprochen bekam.
www.sharklady.co.za, e-mail: sharklady@hermanus.co.za, Tel: +27 (0) 76 810 0007 oder +27 (0) 83 746 8985
Weitere Bilder rund um Hermanus:
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Tauchen mit Haien in Kelp-Wäldern rund um das Kap der Hoffnung, wie ‚National Geographic‘…
17.7.2010 von admin.
Die Tage im südafrikanischen Winter sind wie in unserem Winter kürzer, die Witterung wird etwas rauer und der ohnehin bereits kalte Atlantik wird noch kälter rund um Kapstadt. Dies sind scheinbar alles andere als gute Aussichten, um einen Tauchschein zu machen. Dass es jedoch auch hier unter Wasser eine ganze Menge zu entdecken gibt, man praktisch permanent von allen möglichen Haiarten umgeben ist und man selbst wie das berühmte Verlagshaus ‚National Geographic‘ sein Tauchtraining absolvieren kann, macht die Sache so spannend, dass man das kalte Wasser alsbald wieder vergessen hat.
Geht man hier im Winter in den Ozean, um entweder das Tauchen generell zu erlernen oder auch nur, um sich in einem gemütlichen geführten Tauchgang die vielseitige Unterwasserwelt vor Augen führen zu lassen, dann macht man dies meist im mit um die 14 Grad noch eindeutig wärmeren Indischen Ozean – der Atlantik ist praktisch nur einen Sprung über den Bergrücken des Tafelbergs entfernt, ist jedoch mit weit unter 10 Grad speziell für Anfänger praktisch nicht tauchbar. Es sind die 14 Grad, selbst wenn man zwei dicke Schichten Neopren überzieht, für den Körper bereits eine ungewohnte Herausforderung. Nicht umsonst wird dem interessierten Tauchschüler bereits zu Beginn eines jeden Tauchkurses dieser Umstand gemeinsam mit der von den Tauchlehrern ausgesprochenen selbstsicheren Erkenntnis, dass man überall tauchen kann, wenn man rund um Kapstadt getaucht ist, mit auf den Weg gegeben.
Dieser Umstand wird augenscheinlich, wenn der Tauchschüler oder der in kälteren Gewässern noch unerfahrene Hobbytaucher zum ersten Mal die rauere Seite des Kaps kennenlernt und bei starker Brandung in verwunschene Kelp-Wälder abtauchen soll. Wenn auch die Sichtweite mit den Tropen nicht mithalten und man vielleicht nicht mit erwärmenden Ausblicken auf verwunschene Korallengärten belohnt wird, so kann zweifelsohne die Unterwasserfauna die Herzen höher schlagen lassen. Der Puls schlägt zweifelsohne etwas schneller, wenn man gemeinsam mit einer ganzen Reihe von Haien durch die Kelp-Wälder der False Bucht taucht und die Haie erst kurz vor dem Taucher abdrehen, jedoch die Augen am Taucher haften lassen – wäre das Wasser nicht so kalt, hätte der Hai dabei zumindest einen Schweißtropfen entdeckt.
Zwei Bilder der Unterwasser-Kameras von Pro Divers:
Die einzige Tauchschule in Kapstadt, die von ‚National Geographic‘ dazu ermächtigt wurde ihre speziellen Tauchlehrgänge abzuhalten ist das von Ulrich Horn (30) geführte Haus ‚Pro Divers‘. Ulrich gründete 2001 die sehr familiäre Tauchschule und bemüht sich seither gemeinsam mit seinem kleinen, aber sehr engagierten Team darum den höchsten Sicherheitsstandards gerecht zu werden und die Kunden so professionell wie nur irgendwie möglich in den kalten Gewässern rund um Kapstadt auf bevorstehende Abenteuer unter Wasser vorzubereiten. Wenn man möchte kann man auch die etwas länger dauernden und spezielle Trainings beinhaltenden ‚National Geographic‘-Tauchgänge mit ‚Pro Divers‘ absolvieren – tolle Erlebnisse garantiert!
Kontaktdaten – ‚PRO DIVERS‘:
Pro Divers, Sea Point Main Road 88b, Cape Town
www.prodivers.co.za, e-mail: info@prodivers.co.za, Tel: 027 (0) 82 934 8372
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Einmal Wein testen ohne ausspucken bitte! Die Weintour der besonderen Art rund um Kapstadt…
16.7.2010 von admin.
Kapstadt ist nicht nur eine malerisch gelegene Stadt mit unzähligen Möglichkeiten an den verschiedenen Küstenabschnitten und Bergen, welche die Stadt unterteilen, sondern hat praktisch mit der nächsten Autobahnabfahrt auch ein sehr vielfältiges und oftmals unterschätztes Weinanbaugebiet im Hinterland.
Man stelle sich vor, man wohnt in einer Stadt, wo man zum Einen jeden Tag Bergsteigen, Tauchen, Windsurfen, Wellenreiten, Paragleiten – die sportlichen Freizeitaktivitäten sind schier unglaublich vielfältig – kann und auch gleichzeitig ein Naherholungsgebiet der besonderen Art im wohl situierten Hinterhof hat, das bei genauerem hinsehen alsbald mit internationalen Top-Weinanbaugebieten mithalten wird können. Die Weinindustrie in Südafrika zählt seit geraumer Zeit zur schnellsten wachsenden ihrer Art. Dass Größe und Wachstum nicht unbedingt Qualität mit sich bringen ist den Weinbauern durchaus bewusst – sind die meisten von ihnen doch schon seit mehreren Generationen erfolgreich als Weinbauern tätig.
Neben den wirklich respektablen und teilweise auch raffinierten Weinen stellt jedoch die Ungezwungenheit der Weingüter und vor allem der die interessierten Touristen belehrenden Führer die Besonderheit der Region dar. Wenn man nicht mit Herrn Ich-weiß-bereits-alles-über-Wein am Tisch sitzen will, lieber mit einer aufgeweckten Gruppe und einem zwar mit relevantem Wissen gesegneten aber lustigen Führer durch die hügelige Landschaft rund um Paarl, Stellenbosch, Constantia und Franschhoek fahren will, dann sollte man eine Weintour buchen, wie sie das Unternehmen von Bruce Story anbietet.
Bruce ist seit mehr als zehn Jahren als professioneller Führer im Geschäft und bietet mit seinem Unternehmen ‚Africanstorytours‘ täglich eine der bereits unter Rucksacktouristen berühmten Weintouren an. Bruce stoppt mit seiner Tour an Weingütern an denen nicht jede Weintour stoppt und erzählt Geschichten, die womöglich auch nicht jeder weiß. Es wird an den unterschiedlichsten Weingütern Halt gemacht und man wird von der wohl überlegten und locker, jedoch immer noch im gewohnt eleganten Rahmen präsentierten Weinreihenfolge so gut es geht und man es verträgt in die Weinkultur Südafrikas eingeführt.
Die wohl bekannten kleinen Städte Paarl, Stellenbosch, Franschhoek und bspw. Sommerset West präsentieren neben ihren Weinen den Besuchern vor allem eine abermals komplett eigene Welt bzw. Kultur. Der Tourist wird in einem Umkreis von gerade mal 60 km zu Kapstadt von typisch kappholländischer Architektur und mit Weinreben verzierter hügeliger Landschaft belohnt.
Die Tour beginnt normalerweise rund um die drittälteste Stadt Südafrikas – genannt Paarl. In Paarl sagt man heute wurde auch die mit dem holländischen und flämischen mit asiatischen Nuancen versehene Sprache Afrikaans geboren. Außerdem hat Nelson Mandela hier im unweit von der Stadt Paarl entfernten Drakenstein-Gefängnis seine letzten Jahre inhaftiert verbracht ehe er seinen viel umjubelten Weg in die Freiheit antreten durfte. Aber auch die nächsten Städtchen bieten dem interessierten Besucher weit mehr, als nur die Möglichkeit von einem Weingut zum nächsten zu torkeln. Man probiert dabei von den angesagtesten Weiß- und Rotweinen bis hin zu nach der Champagner-Methode gekelterten Perlweinen alles Mögliche durch und wird zu keinem Zeitpunkt dazu gedrängt die Proben nach einer kurzen Mundspülung wieder auszuspucken – ganz im Gegenteil – es wird noch nachgeschenkt.
Wenn man die Tour mit Bruce unternimmt, dann ist gute Stimmung garantiert. Zu den verschiedenen Weinproben werden auch einige kulinarische Köstlichkeiten gereicht und der Spaß kommt auch nicht zu kurz – wenn dann auch noch die Chemie in der Gruppe stimmt, steht einem unvergesslichen Tag nichts mehr im Wege.
Africanstorytours – Bruce Story
Kontakt: www.africanstorytours.com,
Tel: +27(0)737550444,
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